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LEISTUNG — PARTNER MANAGEMENT

Digital Retail Partner Management: Handelspartner auf der Datenspur steuern

Digital Retail Partner Management macht aus der Konditionsrunde eine gemessene, gemeinsame Planung. Wir zeigen Ihnen, was jeder Partner mit Ihrer Marke tatsächlich tut, bevor Sie den ersten Datenzugang verhandeln.

AR
Axel Rübenhagen
The Seventy 2 Digital
5 Min. Lesezeit Digital Retail Partner Management

Die meisten Herstellerbeziehungen zum Handel werden auf zwei Terminen gesteuert, dem Jahresgespräch und der Eskalation dazwischen. Was der Handelspartner mit Ihrer Marke tatsächlich macht, wie sichtbar sie in seinen Kanälen ist, ob die vereinbarten Investitionen wirken, bleibt dazwischen Bauchgefühl.

Das war lange unvermeidbar. Es ist es nicht mehr. Der Handel ist digital geworden, auch dort, wo der Kauf am Ende stationär stattfindet, und digitale Kanäle hinterlassen eine messbare Spur. Digital Retail Partner Management heißt, die Partnerschaft auf dieser Spur zu steuern statt auf dem Jahreskalender.

Wer die Zusammenarbeit nur am Regal misst, sieht das Ende der Journey und hält es für die ganze.

01Warum sind stationär und digital nicht mehr trennbar?

Stationär und digital sind im Handel nicht mehr trennbar, weil dieselbe Kaufentscheidung heute über beide Ebenen läuft. Der stationäre Handel verliert nicht an Bedeutung. Er ändert seine Rolle. Filialen werden zu Showrooms, Servicepunkten und Abwicklungsknoten für Online-Bestellungen, während die frühen Phasen der Kaufentscheidung, das Stöbern, Vergleichen und Prüfen, zunehmend digital stattfinden.

Die Website des Handelspartners ist damit so wichtig geworden wie seine Fläche. Wer die ganze Customer Journey steuern will, muss beide Ebenen sehen.

02Wie messen wir Partner, ohne nach Daten zu fragen?

Die Außenansicht misst einen Handelspartner ohne dessen Datenfreigabe, allein aus öffentlich beobachtbaren Signalen. Ein erheblicher Teil der Partnersteuerung braucht keinen einzigen Datenzugang. Wir erheben drei Dinge, für jeden Partner, in jedem Markt, wiederholbar.

Was die Außenansicht liefert
  • 01Traffic-Mix des Partners nach Quellen, je Markt und im Zeitverlauf.
  • 02Sichtbarkeit in der Suche und der Anteil Ihrer Marke daran, gemessen gegen die Wettbewerber, die dort neben Ihnen stehen.
  • 03Der Auftritt Ihrer Marke im Shop des Partners, vom Einstieg über Suche, Kategorie und Produktseite bis zum Checkout.

Diese Außenansicht verändert das Jahresgespräch. Sie kommen mit einer Messung statt einer Einschätzung. Sie sehen vor der Verhandlung, welcher Partner Reichweite aufbaut und welcher sie nur behauptet, wo Ihre Sichtbarkeit einem Wettbewerber gehört und welche Kanäle der Partner gar nicht bespielt. Erhoben wird das mit gängigen Wettbewerbsanalyse-Werkzeugen, ohne dass der Partner etwas dafür tun muss.

03Wie entwickeln wir Partner, statt nur zu fordern?

Partner entwickeln bedeutet, aus dem Befund eines Partner-Checks einen Maßnahmenkatalog zu machen, den die Marke dem Partner aktiv anbietet. Die Messung ist die halbe Leistung. Die andere Hälfte ist, was daraus wird.

Aus dem Befund entsteht ein Katalog konkreter Maßnahmen: Sichtbarkeit in der Suche, technische Basis des Shops, Auffindbarkeit und Qualität der Produktseiten, Kaufabschluss. Jede Maßnahme mit definiertem Nutzen für den Partner, klarer Verantwortung, realistischem Zeithorizont und einer Zielgröße, an der beide den Erfolg ablesen. Die Struktur dahinter beschreiben wir in unserem Maßnahmenkatalog für Trade Marketing.

Zwei Regeln machen daraus ein Programm
  • 01Eine Maßnahme abschließen und ihre Wirkung zeigen, bevor die nächste startet. Der Partner erlebt den Nutzen, bevor er den nächsten Aufwand trägt.
  • 02Nachfassen gehört zur Maßnahme, mit festen Punkten für Umsetzung und Ergebnis, nicht als gelegentliche Rückfrage.

So dreht sich die Rolle. Die Marke tritt beim Partner als der auf, der messbar zum Geschäft beiträgt. Das ist die belastbarste Verhandlungsposition, die es im Handel gibt.

04Wie sichern wir den Datenaustausch mit dem Partner?

Die Innenansicht sichert den Datenaustausch, indem sie ihn zur Bedingung für Investitionen macht statt zur Bitte. Diese Ebene braucht den Partner. Abverkaufsdaten in kurzem Rhythmus, Leistungsdaten zu gemeinsamen Maßnahmen, Konversionsdaten aus den Kanälen des Händlers. Diese Daten fließen nicht von selbst. Sie fließen, wenn vorab feststeht, welche Kennzahl je Maßnahme erwartet wird und wer sie liefert.

01
Daten-Baseline definieren
Je Aktivität die Kennzahlen, die als Wirkungsnachweis gelten, von Reichweite über Klickverhalten bis zu Konversion und Rentabilität.
02
Investition an Umsetzung koppeln
Freigabe gegen vereinbarte Aktivitäten mit Terminen und Zielwerten, Bewertung nach jeder Umsetzung statt einmal im Jahr.
03
Reifestufe je Partner festlegen
Von gemeinsamer Kampagnenplanung über geteilte Insights bis zu Daten- und Content-Austausch. Nicht jeder Partner trägt jede Stufe, und das muss er auch nicht.

05Was macht die Partner-Scorecard sichtbar?

Die Partner-Scorecard führt Außen- und Innenansicht in einem Berichtsmodell zusammen und macht Kosten, Wirkung und Rendite je Maßnahme vergleichbar. Beide Ansichten bleiben Stückwerk, solange sie in Exporten und Folien leben.

Wir bauen die Scorecard entlang der Journey, von Aufmerksamkeit über Kaufabsicht und Abschluss bis Wiederkauf, je Stufe mit Volumen-, Effizienz- und Wirkungskennzahlen. Damit wird vergleichbar, was heute meist nur nebeneinander liegt: was eine Maßnahme kostet, was sie erreicht und was sie dem Geschäft bringt. Die dahinterliegende Kennzahlenlogik erklären wir in unserer Übersicht der E-Commerce-KPIs.

Der Maßstab verschiebt sich von der Kostenkontrolle zur Rendite. Welcher Partner trägt die nächste Investition, und welcher nicht mehr.

06Warum macht Retail Media Steuerung zur Pflicht?

Retail Media macht Steuerung zur Pflicht, weil der Handel Sichtbarkeit einzeln bepreist und Markenhersteller beim Partner vom Lieferanten zum Kunden werden. Werbeplätze, Datenzugänge und Platzierungen werden getrennt abgerechnet. Wer dort einkauft, ohne Wirkung messen zu können, bezahlt Sichtbarkeit auf Zuruf.

Dazu kommt eine neue Ebene. KI-Assistenten beginnen, Käufe direkt abzuschließen, über offene Protokolle, die die großen Plattformen inzwischen tragen. Das ist ein Kanal, den weder Marke noch Händler besitzen, und er stellt der Partnersteuerung eine neue Frage: Welcher Partner ist für diesen Agenten-Kanal überhaupt anschlussfähig, mit sauberen Produktdaten, aktueller Verfügbarkeit und maschinenlesbaren Preisen. Agenten-Anschlussfähigkeit wird damit zum Bewertungskriterium im Partnerportfolio.

Digital Retail Partner Management ist die Antwort darauf: definierter Gegenwert, vereinbarte Messung, laufende Kontrolle. Kein Misstrauen gegenüber dem Partner, sondern die Form von Professionalität, die beide Seiten besser stellt.

07Was Sie bekommen

Sie bekommen fünf Deliverables, die aus der Konditionsrunde eine gemeinsame Planung machen. Jedes steht für sich und greift ins nächste.

Ihre Deliverables
  • 01Eine Bestandsaufnahme Ihrer Handelspartner aus der Außenansicht.
  • 02Einen Partner-Check mit Maßnahmenkatalog, der aus Befunden ein Entwicklungsprogramm je Partner macht.
  • 03Eine Daten-Baseline für den Austausch mit den Partnern, die sie tragen.
  • 04Eine Partner-Scorecard, die Außen- und Innenansicht zusammenführt.
  • 05Die Struktur für das Jahresgespräch nach der Logik des Joint Business Plan.

Wie dieses Jahresgespräch aufgebaut ist, vertiefen wir im Joint Business Plan.

Wenn Sie Ihre Handelspartner heute vor allem aus dem Jahresgespräch kennen, lassen Sie uns 30 Minuten sprechen. Wir zeigen Ihnen an Ihrem Partnerportfolio, was sich von außen messen lässt, bevor Sie den ersten Datenzugang verhandeln.

Lassen Sie uns
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Ein 30-minütiges Gespräch, um Ihre Strategie, Sichtbarkeit oder Roadmap zu skizzieren.

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